Der Apfel fällt nicht weit vom Stamme

Inspiriert durch den Erfolg der „Grossen“ gründeten rund 10 Schüler 1979 die „Klepper Trämpers“. Auf den eher ausgefallenen Namen kam man, wegen einer roten Skijacke welcher mit dem Markennamen Klepper versehen war. Der Nachname Trämpers reimte sich gut dazu. Im ersten Jahr spielten die Schüler nur den Katzenmusikmarsch sowie den Guggenmusikmarsch mit „Rosamunde“. Um sich selbst zu finanzieren wurde schon zu Beginn für die Auftritte gesammelt. Der erste Sammelsack war zuerst nur ein einfacher Plastiksack, aber wegen des „Kinderbonus“ immer gut gefüllt.

Einheitliches Outfit

Schon bald machte man sich auch an ein einheitliches Outfit. Ein einem weisses Hemd samt einem aufgespritzten „Klepper Trämper“ Logo. Das Spritzen mit der Spraydose war da nicht nur auf den Hemden zu sehen, sondern der ganze Balkon wurde leicht schwarz eingenebelt, sehr zum Leidwesen der Eltern. Doch immer wieder waren es die Eltern, welche die Jung-Gugger unterstützt hatten, sei es beim Nähen von neuen Kostümen oder beim Fahrdienst an auswärtige Auftritte. Geprobt und arrangiert wurden die Stücke wie es die „Grossen„ vorzeigten. Auch die Auftritte beschränkten sich nicht nur auf die Gurtneller Fasnacht. Schon bald sprachen sich die Auftritte der Kleinformation herum. Gastspiele beim Kaplan in Meien, im Hotel Des Alpes in Wassen, als Ständchen beim HC Lugano und im Altersheim Wassen sorgten für fasnächtliche Stimmung. Für das 5- Jahr Jubiläum an der Fasnacht 1984 liessen sich die „Klepper Trämpers“ etwas Spezielles einfallen. Die Schülerguggenmusik hatte die Möglichkeit von der renommierten Luzerner Guggenmusik „Rüssgusler“ Gwändli und für alle Grinden zu kaufen. Da die Kostüme nicht für alle reichten, mussten welche nachgefertigt werden und auf einen Schlag war man mit einem Top Motto ausgerüstet. Doch das war nicht genug zum Jubiläum. Ein bekannter Luzerner Künstler entwarf eine Plakette, die reissenden Absatz fand. In kurzer Zeit waren sämtliche Plaketten ausverkauft und die Auslagen für das Kostüm und Grind gleich wieder amortisiert.

Ging es mit den „Klepper Trämpers“ stetig aufwärts, kämpften die Smürfer nach einer Anfangseuphorie mit einem ersten Mitgliederschwund. Für den Umzug in Erstfeld 1984 war man derart dezimiert, dass der musikalische Leiter der Smürfer bei den „Klepper Trämpers“ um personelle Hilfe nachfragte. Der erste gemeinsame Auftritt mit den Smürfern am Umzug in Erstfeld wurde trotz kunterbunter Kostüme ein voller Erfolg. Nach dem Wechsel der älteren Mitglieder zur grossen Guggenmusik machten die „Young Kleppers“ noch eine Weile weiter. Die Idee der Schülerguggenmusik überlebte aber leider nicht länger und die „Klepper Trämpers“ wurden in der Folge aufgelöst.